Der Eibauer Bierzug Der Eibauer Bierzug Der Eibauer Bierzug Der Eibauer Bierzug
Die Eibauer-Bierzug-Plakette „Eibauer Bier- und Traditionszug“
der Gemeinde Kottmar

Das große Spektakel rund ums Bier, seit 1993 alljährlich Ende Juni

Wie alles begann – die Geschichte der Eibauer Bierzug-Tradition

Die Vorgeschichte

Vom 14. bis 23. Juni 1991 feierte die Gemeinde Walddorf gemeinsam mit Gästen aus den Partnergemeinden Walddorf/Altensteig und Walddorfhäslach ihr 300-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde eine Orts-Chronik und Festschrift von vielen Mitarbeitern zusammengestellt und durch Spenden der Partnergemeinden in Walddorfhäslach gedruckt. Und in eben dieser Chronik stand schon auf der ersten Seite unter der Jahreszahl 1693 vermerkt: „Demonstrativer Bierzug Eibauer Einwohner in den Walddorfer Kretscham am 25. März, weil Zittau den Eibauern und Ebersbachern verbot, im Waldkretscham zu Walddorf (Löbauer) Bier zu trinken".

Die Idee

Mit meinem damaligen Amtskollegen von Eibau, Bürgermeister Wolfgang Tröger, fuhr ich regelmäßig zu den stattfindenden „Bürgermeistertagungen" zum Landratsamt nach Löbau. Bei einer dieser Fahrten im Eibauer Dienstfahrzeug, einem dunkelblauen Moskwitsch, habe ich Wolfgang von meinem „Fund" in der Chronik berichtet und das es doch schade wäre, wenn wir zu diesem 300 jährigen Ereignis nicht „was machen" könnten.
Szene aus dem Theaterstück von 1993, Frank Münnich, Herbert Müller, Wolfgang Tröger (v.r.n.l.) Foto: Peschel, Neugersdorf
 

Die ersten „Bierzüge"

Die erste Beratung in Vorbereitung des geplanten Events fand am 8. März 1993 im Feuerwehrdepot in Walddorf statt. Um den Teilnehmern, aber vor allem den Besuchern des 1. Bierzuges den geschichtlichen Hintergrund zu verdeutlichen wurde beschlossen, dies durch ein kleines Theaterstück zu realisieren. Die Texte wurden von Herbert Müller und mir geschrieben und in der Walddorfer Schule geprobt.

Mit folgender Besetzung wurde am Bierzugtag auf einer von Wolfhard Groll, Klaus Kießling und vom Bauhof vor dem Waldkretscham gezimmerten Bühne gespielt:
Dorfschulze - Wolfgang Tröger
Förster Sieber - Frank Münnich
Herrmann - Herbert Müller
Richard - Achim Schulze
Zittauer Amtsmann - Landrat Christian Neumann
Löbauer Amtsmann - Landrat Volker Stange.

Die Geschichte wurde theatralisch etwas „verbogen" da wir den Bierstreit um das Schankrecht salomonisch änderten und dem Zittauer Amtsmann entscheiden ließen: „Braut oack a dr Eybe salber Bier!" Wie es im Original war, kann man in der Chronik nachlesen... Der Platz vor dem Waldkretscham und der Parkplatz war voller Besucher und der Zug der „Häusler" von Eibau nach Walddorf übertraf alle unsere Erwartungen.

Eine Neuauflage des Zuges, diesmal entgegengesetzt der geschichtlichen Vorlage sollte 1994 unbedingt folgen. Hier griffen dann die „Profis" ein: Siegfried Voigt und Klaus-Peter Dittmar. Beim zweiten Zug wurde schon der Sonnabend mit einbezogen und in einem Festzelt die Theatergeschichte aufgeführt. Und ich kann mich noch entsinnen, das ich am Sonntag den Festzug nach Eibau mit anführte...in „Braatlloatschn". Natürlich hatte ich, in Eibau angekommen, auf jeder Zehe eine Blase.

Der dritte Bierzug startete schon mit einem kleinen Fest vor dem Volkshaus in Eibau um auf den Sportplätzen in Walddorf zu enden. Da dies für die Pferde der Gespanne eine „elende Schinderei" war gingen danach alle Züge von Walddorf nach Eibau und das gesamte Wochenende wurde in das „Bierfest" einbezogen. Aus dem „Bierzug" wurde erfolgreich ein „Bier- und Traditionszug".

 
Ich wünsche allen noch folgenden Zügen einen schönen und unfallfreien Verlauf mit vielen Zuschauern an der Strecke und im Zelt.

Frank Münnich, Walddorf im Juni 2013


Bild: Frank Münnich während der Umzüge als Förster Christoph Sieber, 1693 Kretschamwirt und Dorfrichter im Walddorfer Forsthaus
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